Erinnerungen an die NachkriegszeitEin Danke den Initiatoren, an die Herren Geistlichen Rat Dörfler, meinen Vater Konrad Scharrer und den Erzbischof.
Das sichtbare, sanfte Wachstum der christlichen Gemeinde von St. Johannis, Kreutles, mit den Augen der ersten Ministranten. Hallo! Ihr seht jetzt die ersten Ministranten Adolf, Paul, Josef, Alois und ihren Betreuer Herrn Dekan. Wir marschieren mit den Erstkommunionkindem von der noch existierenden Hauptschule zum Jungschärler - Heim von Einst.Als Jungschärler des früheren Regims haben wir Disziplin, schießen mit Luftgewehr und Kleinkalieber, xerzieren und Geländespiele geübt. Immer Sonntag - Morgen von 8 - 11 Uhr, zur Zeit des Kirchganges. Wir hatten sehr gefährliche Spielplätze wie den Hainberg. In Schützengräben fanden wir so manche Patrone, die die Infanterie bei Ihren Übungen verloren hatte. Ausgrabungen durch Lehmfabriken vom Hainberg bis Leichendorf rührten zu großen Löchern, in denen sich Seen und Sümpfe bildeten, die wir als Kinder zum Spielen genutzt haben. In der größten Grube von einst steht heute das Dietrich-Bonhöfer-Gymnasium. Wir glauben, dass einzelne Bunker unter dem Fels-Platon der Schachtelsiedlung noch existieren. Der Kirchenweg war bestückt durch Flugabwehrkanonen ( 8,8 und 10,5). Dadurch kam es öfter zu Spreng-, Phosphor- und teppichähnlichen Abwürfen der Stabsbrandbomben. Die Blindgänger haben wir dann in den Löchern explodieren lassen. Da wir unsere Zeit gut überstanden haben, wurden wir Jungschärler übergangslos Ministranten. Die Messen wurden lateinisch vorgetragen. Das bedeutete für uns, dass wir auch von Ausländern in die Kasernen angefordert wurden. Was uns 10 R - Mark + Essen eingebracht hat. Wir lernten amerikanisches Frühstück, Bohnenkaffee, Weißbrot und Nußbutter kennen, was zu dieser Zeit etwas Besonderes war.
Mit dem Bau der Kirche - ihr seht sie etwas verloren in der Landschaft stehen - begann das christliche Leben in der Gemeinde. Viele haben erkannt, dass man als Katholik hier hingehört und dass es noch viel zu tun gibt.Adolf Scharrer im September 2011 Klicken Sie bitte auf das Bild, dass Sie vergrößert ansehen möchrten.
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