Glauben/Leben
Eigentlich... Liebe Schwestern und Brüder unserer Gemeinden St. Johannes und Heilig Kreuz, ja eigentlich wollte ich 2010 unseren Pfarreienverbund noch nicht verlassen. Eigentlich hatte ich immer vor, mindestens zehn Jahre hier zu bleiben. Eigentlich wollte ich das Neubauprojekt unseres Kindergartens weiterführen und zu Ende bringen, um dann in eine neue Pfarrei zu gehen. Eigentlich bin ich sehr gerne hier in Oberasbach und Gebersdorf. Eigentlich wohnen hier viele Menschen, die mit Engagement und Lust in der Kirche leben und haupt- oder ehrenamtlich arbeiten und auf die ich immer zählen konnte, so in unseren Pfarrbüros mit den Sekretärinnen, in unseren Sakristeien mit den Mesnern, in unseren Kindergärten mit den Leiterinnen und den Mitarbeiterinnen, in den lebendigen Pfarrgemeinderäten und Kirchenverwaltungen. Eigentlich tut es gut, wenn hier noch immer viele Christen den Gottesdienst besuchen und mitfeiern. Eigentlich ist es für mich eine große Freude, wie hier Ökumene unter den Kirchengemeinden, Pfarrern und Hauptamtlichen gelebt wird. Eigentlich habe ich das Glück in einem guten Team mit Gemeindereferentin Alexandra Wieland und Pfarrer Markus Wittal arbeiten zu dürfen. Ja eigentlich ist es hier gut sein. Und doch kam es anders. Durch die Notwendigkeit der Neubesetzung größerer Stadtpfarreien in Fürth, Erlangen und Nürnberg wurde ich vom General-vikar unseres Bistums „sehr werbend“ gefragt, ob ich mir einen Wechsel in eine dieser Pfarreien zum September 2010 vorstellen könne. Nach langem Überlegen habe ich dann die Entscheidung getroffen und mich bei Erzbischof Ludwig um die Pfarrei Allerheiligen in Nürnberg beworben. Glauben Sie mir, es fällt mir schwer hier wegzugehen und mit meinem Weggang viel Gutes, viel Gewachsenes, viele gute Menschen und somit alles in allem ein Stück erlebter, erfahrener und geschenkter Heimat zurücklassen zu müssen. Nun aber ist es so gekommen. Ich bitte Sie und Euch, meinem Nachfolger wohlwollend zu begegnen, um mit ihm zusammen weiter mit Leidenschaft als Christinnen und Christen miteinander zu leben, zu denken, zu arbeiten und Freude und Leid miteinander zu teilen, wie Jesus Christus es uns vorgelebt hat. Danke und Vergelt’s Gott sagt aus ganzem Herzen Ihr Pfarrer Rainer Gast im Juni 2010
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