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Glauben / Leben

Geistliches Wort

 

Viele kleine Leute,
an vielen kleinen Orten,
die viele kleine Schritte tun,
können das Gesicht der Welt verändern!

Liebe Gemeinde
von St. Johannes und Heilig Kreuz!

Die Monate am Ende eines Jahres sind geprägt von Gedenktagen an Heilige der Kirche. Im Neuen Testament werden alle, die an Christus glauben und getauft sind, „Heilige“ genannt. In unserer Zeit verehren wir Heilige als Menschen, die versucht haben, ganz nach dem Willen Gottes zu handeln. Sie sind für uns Vorbilder durch ihr Handeln, zum Beispiel der Hl. Martin, die Hl. Elisabeth, der Hl. Nikolaus. Gerne werden sie angerufen als unsere Fürsprecher bei Gott. Unsere Gedanken werden aber auch immer wieder auf unsere lieben Verstorbenen gelenkt. Viele von ihnen waren berufen, in ihrem Leben Zeugnis zu geben von ihrem Glauben, manche gingen dafür sogar in den Tod.

Auch jeder von uns kann berufen werden, sei es zu einer großen Aufgabe oder zu einer ganz kleinen. Wir brauchen dazu kein ausgeprägtes Selbstbewusstsein, sondern viel mehr ein gutes Gottvertrauen. Denn Gott traut mir etwas zu und er gibt mir auch die Kraft, das meine zu tun. Meine Offenheit und mein guter Wille sind gefragt. Gott braucht Menschen, um seine leidenschaftliche Liebe zu uns und zur Welt durch uns hindurch scheinen zu lassen.

    Wenn Menschen in unserer Zeit
    die Liebe gegen den Hass setzen,
    die Sympathie gegen das Vorurteil stellen,
    die Gerechtigkeit und die Versöhnung suchen und dafür eintreten,
    die tägliche Tat gegen hohle Worte stellen,
    den Mitmenschen und der Welt dienen,
    sich der Gewalt in Tat, Sprache und Gedanken enthalten,
    dann können sich Veränderungen anbahnen.

Die Heiligen der Kirche haben das zu ihrer Zeit immer wieder versucht, sie haben innere Umkehr gepredigt und zu Bewusstseinsveränderungen hingeführt.
Das ist die Aufgabe der Christen – auch heute. Nehmen wir uns ein Beispiel an den Heiligen und versuchen wir als „kleine Leute“, an unseren „vielen kleinen Orten“, an denen wir arbeiten, „viele kleine Schritte’“ zu tun – und ich bin mir sicher, das Gesicht der Welt in Gesellschaft und Kirche wird sich verändern.

Ihre Gemeindereferentin Elisabeth Bockisch
im Oktober 2011