GlaubenIm Tod ist das LebenDie Feier der Drei Österlichen Tage als ein großer GottesdienstBis zum 4. Jahrhundert wurde Ostern als ein großer Gottesdienst gefeiert und zwar in der Nacht vom Karsamstag bis hinein in den Morgen des Ostersonntags. Ostern bedeutete hier auch die Feier des Todes Jesu, die Bestandteil des großen Ostergottesdienstes war. Diese österliche Gesamtfeier wurde dann schließlich im 4. Jahrhundert abgelöst durch das „heiligste Triduum des gekreuzigten, begrabenen und auferweckten Herrn“ (Augustinus), also durch die Feier der Drei Österlichen Tage. Diese beginnen mit der Abendmahlsmesse des Gründonnerstags; sie haben ihren Mittelpunkt in der Osternacht und schließen mit der Vesper am Ostersonntag. So gesehen sind die Drei Österlichen Tage aus einer einzigen Feier hervorgegangen und somit in ihrer Bedeutung als ein Gottesdienst zu sehen. Diesen Gedanken möchten wir in diesem Jahr in unserer Kirche St. Johannes im Besonderen aufgreifen. Die in jedem Gottesdienst – beginnend mit der Abendmahlsmesse des Gründonnerstags über die Liturgie des Karfreitags bis hin zur Feier der Osternacht – mit Solo-Flöte gespielte Melodie aus dem Gotteslob Nr. 620 „Das Weizenkorn muss sterben“ soll den inneren Zusammenhang der drei Feiern unterstreichen und noch einmal bewusst machen: Alle drei Gottesdienste stehen in einem unbedingten inneren Zusammenhang zueinander und können nicht voneinander losgelöst gesehen werden. Deshalb sind die Gemeindeglieder eingeladen, alle drei Gottesdienste mitzufeiern als „das eine“ Herzstück unseres Glaubens. Auf die Feier der Drei Österlichen Tage mit Ihnen freut sich Ihr Pfarrer Rainer Gast Februar 2010
|