GruppenMission - Entwicklung - Frieden
MissionskreisNeues vom
Missionskreis-2011Schon seit längerer Zeit hatten wir Ausschau gehalten nach einem neuen Projekt, welches wir mit dem Erlös der Aktionen des Missionskreises unterstützen möchten. Nun haben wir's gefunden. Die Besucher unseres diesjährigen Osterbasars konnten sich dort bereits über dieses Projekt ausführlich informieren. Hier nochmals eine kurze Vorstellung: Bei unserem neuen Projekt handelt es sich um das Kinderkrankenhaus "Padre Luis" in San Carlos/Bolivien (etwa 120km entfernt von Santa Cruz). Viele der im "Centro de rehabilitatión para niños desnutridos" behandelten und betreuten Kinder leiden an markanter Unterernährung, ein Großteil davon ist jünger als zwei Jahre. Schwerpunkte der Arbeit sind die gezielte und individuelle Behandlung der Kinder sowie die Durchführung von Schulungen und Präventivmaßnahmen für Eltern und Dorfgemeinschaften. Es ist wichtig, das Auftreten und die Folgen von Unterernährung so früh wie möglich nachhaltig zu bekämpfen. Unterernährte Kinder bleiben mit ihren körperlichen und geistigen Fähigkeiten nämlich deutlich hinter denen gesunder Kinder zurück. Es ist zu erwarten, dass sie deswegen auch leistungsschwächere Jugendliche werden, kaum Ausbildungschancen haben und somit die Armen der Zukunft sein werden. Die Ursachen der Unterernährung sind vielfältig: katastrophale Familienverhältnisse - geringes Einkommen bzw. Armut - sich selbst überlassene Kinder - fehlendes Wissen der Eltern über gesunde Ernährung, Hygiene. . Auch zieht es viele Menschen in der Hoffnung auf ein besseres Leben vom armen (kalten) Hochland ins reiche (tropisch-heiße) Tiefland. Für die Kinder ist diese klimatische Umstellung mit einer Schwächung des Immunsystems und häufigen Infektionen verbunden. In dem Zentrum für Kinder werden die kleinen Patienten ärztlich untersucht und entsprechend behandelt. Die Ernährung der Kinder wird individuell angepasst. Derzeit werden etwa 50 Kinder dort betreut. Es dauert ca. 2-8 Monate, bis die Kinder - wieder aufgepäppelt und stabilisiert - nach Hause zurückkehren können. Um die Rückfallquote gering zu halten, werden Konzepte zur Vor- und Nachsorge entwickelt. Es werden verschiedene Kurse angeboten, z.B. Kochen, Kinderkrankheiten, Hygiene. Auch finanzielle Tipps werden gegeben. Diese Kurse werden nicht nur in San Carlos abgehalten, sondern auch in den einzelnen "comunidades", in zum Teil weit entlegenen Dörfern. Man hofft, durch die Vermittlung von Wissen bestimmte Verhaltensweisen und Ernährungsgewohnheiten ändern zu können und dadurch den Gesundheitszustand der Familien, vor allem aber der Kinder, nachhaltig zu verbessern. Mit unserem finanziellen Engagement für dieses bolivianische Projekt möchten wir zum Gelingen beitragen. Wir hoffen, auch Sie unterstützen uns wieder dabei. Brigitte Spießl im Juni 2011
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