KindergartenApropos Kindergarten, Fragen an Herrn Pfarrer Rainer Gast.Eine Mutter fragt: „Das Montessorikonzept, was ist das ?“ Pfarrer R. Gast: Unsere Erzieherinnen setzen das Konzept „Hilf mir es selbst zu tun“ von Maria Montessori um, indem sie die Räume, Materialien und das tägliche Tun so gestalten, dass die Kinder sich zu selbständigen, selbstsicheren und neugierigen Persönlichkeiten entwickeln. Sie sehen es als ihre Aufgabe ständig und unermüdlich dabei die Helfer des Kindes zu sein. Die Kinder arbeiten solange bis sie mit dem Ergebnis zufrieden sind. Dadurch erlangen die Kinder zunehmend Sicherheit, denn sie erfahren unbewusst in welchem Zusammenhang das Tun, die Wiederholung und der Erfolg stehen. Der Kindergarten bietet naturwissenschaftliche Bildungsangebote an. Ist das im Vorschulalter erforderlich ? Pfarrer R. Gast: Kinder im Kleinkindalter zeigen großes Interesse an naturwissenschaftlichen Gegebenheiten, jedoch haben sie in der heutigen Zeit kaum noch Möglichkeit selbständig zu forschen. In unserer Einrichtung versucht man dies auszugleichen durch gezielte Experimente nach dem Ausspruch von Konfuzius: „Sage mir und ich vergesse, zeige mir und ich erkenne, lass es mich tun und ich verstehe“. So werden einfache alltägliche Inhalte, wie z.B. Oberflächenspannung vom Wasser aufgegriffen. Die Kinder haben die Möglichkeit dies in einer Kleingruppe, mit Alltagsmaterialien selbständig auszuprobieren. Gibt es in ihrem Kindergarten jede Woche eine Märchenstunde? Pfarrer R. Gast: Ja, den Kindern bringt es so viel Freude. Im letzten Jahr kam z.B. jede Woche der kleine Drache Kokosnuss. Er erlebte mit den Kindern sehr viele lustige und spannende Abenteuer. Auch in diesem Jahr kommt wieder eine Geschichtengestalt zu Besuch. Ich habe gehört im Kindergarten gibt es eine Leseoma ? Pfarrer R. Gast: Ja, sie kommt einmal in der Woche und liest im Wechsel einer anderen Gruppe vor. Die Kinder sind dabei in Kleingruppen eingeteilt, so dass jedes Kind die Möglichkeit hat mit der Leseoma Geschichten und Märchen zu hören und auch darüber zu reden. Das Wort „Tiger-Kids“, was ist das ? Pfarrer R. Gast: Der Tiger (eine Handpuppe) wird unseren Kindern auf spielerische Art und Weise, z.B. in Geschichten, in Sportspielen, durch die Ernährungslok und die Lebensmittelpyramide zeigen wie wichtig Ernährung und Bewegung für die Gesundheit ist. Bei diesem Projekt werden auch die Eltern gefordert. Spielt die Religionszugehörigkeit eine Rolle bei der Aufnahme? Pfarrer R. Gast: Unsere Einrichtung ist offen für alle Menschen mit ihren unter-schiedlichsten Lebens- und Glaubensgeschichten. Das bedeutet, wir sind für jeden offen, der zu uns kommen möchte. Die Kinder in unserer Einrichtung lernen religiöse Inhalte kennen und erfahren christliche Grundwerte. Das heißt, im Kindergarten werden religiöse Feste gefeiert und den Kindern biblische Geschichten in kindgerechter Form nahe gebracht. Von anderen Bekenntnissen zu erfahren und diese zu achten ist in unserer Einrichtung eine Selbstverständlichkeit. Vielen Dank Herr Pfarrer Gast für die aufschlussreichen Antworten Kindergarten „Mutter Teresa“ Februar 2010
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