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| Marienfenster |
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Deutung der Symbole des Fensters (von Manfred Boretzki)Das “Marienfenster“ wurde mit Symbolen aus der Lauretanischen Litanei gestaltet. Den künstlerischen Entwurf fertigte Frau Marlene Reidel an, die Umsetzung als Glasfenster führte Herr van Treeck aus. Es werden nun einzelne Symbole des Fensters im Detail erklärt:
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| Morgenstern |
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Dargestellt ist ein Stern, der Morgenstern.
Christus wird vielfach als Morgenstern bezeichnet. In der Osternacht preist im Exultet die Liturgie den Auferstandenen als den Morgenstern, der keinen Untergang kennt. In gleicher Weise wird auch Maria in mittelalterlichen Texten als Morgenstern gesehen, der dem Aufgang der Christussonne vorausgeht und sie vorbringt. Ein Text drückt dies in Kürze aus: „Ein Kind hast du geboren, du neuer Stern: die Sonne.“ Von diesem Inhalt her wird Maria in der Lauretanischen Litanei Morgenstern, stella matutina genannt.
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| Königskrone |
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Die Königskrone, gehalten von zwei Palmenzweigen, versinnbildlicht die Anrufungen, die Maria Königin nennen. Es heißt in der Litanei: Königin der Engel, der Patriarchen, der Propheten,Königin der Apostel, der Märtyrer, der Bekenner, der Jungfrauen, Königin aller Heiligen. Die Palmzweige sind oft bei Heiligenbildern vor allem Symbole für die Märtyrer, aber es gibt auch Bilder, auf denen alle Heiligen von Palmen umrahmt werden. Die Palmen sind ein Zeichen des Sieges. Die Heiligen haben ihr Ziel, den Himmel, erreicht.
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| Schiff (Arche) |
Wenn Sie dieses Bild mit etwas Phantasie anschauen, sehen Sie ein Schiff, das im bewegten Wasser schwimmt. Dargestellt ist die Arche. Sie kennen die Geschichte des Noah, der in der Arche mit Tieren und einigen Menschen überlebte. Gott hat die Bewohner der Arche vom Untergang verschont, ihnen Leben geschenkt und einen Neuen Bund mit den Menschen geschlossen. In den biblischen Texten wird die Arche übertragen auf Jesus Christus, der den Menschen Heil, Leben, Rettung gebracht hat. Es verwundert nicht , dass dieses Symbol auch der Gottesmutter zugeschrieben wird. Darum enthält die Lauretanische Litanei in den alten Gebetbüchern die Anrufung „Du Arche des Bundes“.
Unter diesem Titel preisen die Kirchenväter Maria. Ein Text lautet: Arche des Bundes Maria, du trägst nicht Aarons immergrünenden Stab, sondern das Reis aus Jesse, von dem der Prophet einst gesungen. Nicht die Cherubin der Herrlichkeit sind über dir. Dich umschattet die göttliche Macht des hochherrlichen Vaters.
Auf der rechten Seite des Fensters fällt ein Kelch auf, in dem ein Kreuz eingezeichnet ist. Dargestellt sind mit diesem Symbol die Anrufungen: Du Kelch des Geistes, du kostbarer Kelch, du Kelch der Hingabe.Maria wird Kelch genannt, in der älteren Fassung wird Maria Gefäß genannt. Gemeint ist mit Gefäß oder Kelch, Maria war offen wie eine Schale für das Wort, für die Gnade Gottes. Diese Offenheit zeigte sie, wenn sie zum Engel sagte: „Ich bin eine Magd, mir geschehe nach deinem Wort.“ Und sie steht auch zu ihrem Wort bis zum Tod ihres Sohnes. Darauf weist das Kreuz im Kelch hin.
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